"Deine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu Boxen"
#COMPARINGNOTES 7 von 300
“Deine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu boxen” …
Als ich diese Zeilen in dem großartigen Buch “SPIRIT MEANS BUSINESS” von Alan Cohen gelesen habe, habe ich das Buch weggelegt und meine Gedanken sind losgelaufen ...
Das Zitat hat mich sofort gepackt … ich konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken.
Das ursprüngliche Zitat stammt von James Weldon Johnson, einem afroamerikanischen Schriftsteller, Poeten und Bürgerrechtler. Es ist Teil seiner Gedichtsammlung "God's Trombones: Seven Negro Sermons in Verse" von 1927.
In den 70er Jahren inspirierte dieses Zitat sogar ein Broadway-Gospel-Musical mit dem Titel „Your Arms Too Short To Box With God“.
Matthias Huff hat das Zitat als Titel für seine Biografie über Johnny Cash gewählt, die anlässlich des 20. Todestages des „Man in Black“ erschien.
Und das kommt nicht von ungefähr.
Johnny Cash, schon schwer durch seine Krankheit gezeichnet und nach dem Tod seiner Frau June, wurde in einem Interview gefragt, ob er nach all den Kämpfen und Tiefs in seinem Leben wütend sei auf Gott.
Seine Antwort:
“Niemals, niemals … meine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu boxen”1
Für mich stecken in diesem Zitat eine ganze Menge Notizen an mich selbst … vor allem die Aufforderung, ein Stück demütiger zu sein … in einer Welt, die uns glauben macht, dass sich alles um uns dreht und wir alles um uns herum steuern und kontrollieren können.
Demut …
Demütig sein … was heißt das eigentlich?
Ich finde den Gedanken schön, dass ich in einem sehr sehr großen Ring stehe und mich in einer Welt bewege, in der eine ordnende Kraft jenseits meiner Reichweite dafür sorgt, dass die Dinge funktionieren - auch wenn ich das auf den ersten Blick nicht immer gleich erkenne.
Diese ordnende Kraft mag mir vielleicht zeigen, wie kurz meine Arme sind - sie ist vor allem aber Ausdruck der Großartigkeit um mich herum. Und … sie ist der Ringrichter über mein Ego, der mich regelmäßig daran erinnert, dass ich zwar einzigartig bin, aber eben nichts Besonderes.
Die Prinzipien und “Gesetze, wie die Welt und das Leben funktionieren” gelten auch für mich.
Immer!
Ich bin einzigartig … und … ich bin nichts Besonderes #notetomyself.
Darum mag ich, was der Theosoph Sydney Banks über Demut gesagt hat:
“Humility isn't thinking less of yourself, it’s thinking of yourself less.”
Zurück zur Frage …
Sind meine Arme wirklich zu kurz, um mit Gott zu boxen?
Ja vielleicht - wenn ich versuche, gegen das “wie´s funktioniert” anzukämpfen. Ich kann die Schwerkraft verstehen, ich kann sie mögen oder hassen … egal, sie wirkt immer, ob mir das gefällt oder nicht.
Wenn ich aber in den Ring steige, die “Spielregeln” kenne und weiß, dass diese “Gesetze” für mich arbeiten und nicht gegen mich … dann können richtig coole Dinge passieren.
Wenn ich meinen Job mache …
Und der heißt “Surfen”. Ich kann den Ozean nicht kontrollieren - ich kann aber die Welle reiten.
Und genau das ist mein Job … die Welle zu reiten und mich dabei vom Ozean und seiner Kraft tragen zu lassen.
Davon bin ich überzeugt … 100%.
Mein Job mag ein anderer sein als deiner - logisch.
Und doch haben unsere Jobs eines gemeinsam.
“Meinen Job machen” heißt zuerst mal: Ich muss in den Ring steigen … auch auf die Gefahr hin, dass ich mir eine blutige Nase hole.
Sydney Banks hat auch gesagt:
Und genau darum geht es, wenn ich in den Ring steige. Es geht darum, meinen Job zu machen und mich dem zu stellen, was gerade ist … jetzt, hier, in diesem Moment.
Mein Job ist, meinen Job zu machen, mich genau darauf zu konzentrieren und mich nicht um die Jobs der anderen zu kümmern.
Und … es geht darum, neugierig zu sein, zu entdecken, wie dieser Kontakt-Sport “Leben” funktioniert.
Mein Fazit dieser Ausgabe von #COMPARINGNOTES …
Ja … meine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu boxen … UND …
Mein Job ist es, die Boxhandschuhe anzuziehen und in den Ring zu steigen - jeden Tag.
In dem Wissen, dass die besten Dinge passieren, wenn ich mich auf das Leben einlasse und ich mich nicht wichtiger nehme, als ich bin.
Zu wissen, dass ich nicht alles unter Kontrolle haben kann und muss.
Mich zu erinnern, dass meine Haltung und mein Einsatz die einzigen Dinge sind, die ich wirklich kontrollieren kann.
Und … es ordnende Kräfte gibt, die mir zur Seite stehen im Ring.
Mein Job, meine Aufgabe ist, diese Kräfte und Prinzipien zu studieren, zu lernen, sie zu nutzen und nicht gegen sie zu kämpfen … und dabei EINE SACHE nie zu vergessen:
“ES LIEGT NICHT AN MIR UND ES LIEGT AUCH NICHT NICHT AN MIR!”
Was so ein paar Zeilen im Kopf anrichten können :)
Ich hoffe, dir hat´s auch diesmal gefallen.
Bis bald wieder
Thomas
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Lust auf mehr #COMPARINGNOTES ?
Da ist jemand, der das lesen sollte? Na dann …
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Go PLAY . Go SERVE . Go CREATE
Vorwort aus der Biografie “Johnny Cash - meine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu boxen. Der “Man in Black” und seine Glaubensreise. Matthias Huff - 2te Edition ADEON - Dezember 2023






dann umarme ihn doch stattdessen, dafür dürften sie alle mal lang genug sein...