DU WIRST ES WISSEN, WENN DU ES WEISST ...
#COMPARINGNOTES 12 von #300
Entscheide dich.
Los!
Jetzt. Gleich.
Oder ...
„Entscheide dich! Endlich!“
Das war es, was meine Klientin sich über Tage und vielleicht sogar Wochen immer wieder vorgeworfen hat.
Eine wichtige Entscheidung! Eine große Entscheidung.
Der nächste Schritt in ihrer Karriere.
Als sie in unsere Videokonferenz kam, war sie völlig aufgelöst, und es standen ihr Tränen in den Augen. So viel Druck hatte sie sich gemacht. Und diesen Druck konnte ich förmlich spüren – schon als wir „hallo“ gesagt haben.
„Um welche Entscheidung geht es denn?“, habe ich sie gefragt. Daraufhin hatte mir in ein paar Sätzen erzählt, welche Entscheidung ansteht, was das für sie und ihre Zukunft bedeutet und auch, was sie dachte, was ihr Chef von ihr erwartet.
Sie glaubte, ALLES hängt von dieser einen Entscheidung ab.
Also habe ich sie gefragt: „Weißt du’s denn?“
Sie hat mich erst mal völlig ungläubig angeschaut und sich wahrscheinlich gedacht, ob ich vollkommen bescheuert bin und nicht verstanden habe, worum es hier geht.
Dann habe ich sie noch mal gefragt: „Weißt du’s?“
„Nein! Ich weiß es nicht!“ sagte sie, ohne zu überlegen.
„Okay“, sagte ich. „Und was wäre, wenn genau das die Antwort ist?“
Wenn du nicht weißt, ob die Antwort „Ja“ oder „Nein“ ist, welchen Sinn macht es dann, dich unter Druck zu setzen und dir eine Antwort auszudenken?
Stille
„Aber…“, wollte sie erwidern.
Ich unterbrach sie:
„Nein, im Ernst! Was wäre, wenn „Ich weiß es nicht!“ auch eine Antwort wäre?“
Dann habe ich gewartet und nach einer kleinen Weile hat sie aufgeschaut und der Druck und die Anspannung waren wie weggeblasen.
Was ist passiert?
Ganz einfach. Sie hat erkannt, dass es im Grunde so etwas wie eine Entscheidung gar nicht gibt. Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn eine Entscheidung ansteht, gibt es genau drei Optionen:
UND Nummer drei ist eine valide Antwort, wenn du es wirklich nicht weißt. Und wenn du es nicht weißt und dich trotzdem zu einer Antwort zwingst, kreierst du nur Rauschen im Kopf und jede Menge Stress – aber keine gute Entscheidung.
Wie heißt es so schön in einem Sprichwort:
Die Größe eines Problems ist direkt proportional zur Anzahl der Gedanken, die wir uns darüber machen
Und das gilt auch und ganz besonders für Entscheidungen.
„Du wirst es wissen, wenn du es weißt.“
Genau das hatte meine Klientin in diesem Moment verstanden. Es ging nicht darum, das Ziel, ihre Karriere und ihre Ambitionen loszulassen. Es ging darum, den Druck loszulassen, den sie sich selbst gemacht hatte, um eine Entscheidung zu treffen, die stimmt.
Also erinnere dich hieran - ganz besonders, wenn dir die Entscheidung groß und schwer vorkommt:
„Ich weiß es nicht“ ist auch eine Antwort.
Du wirst es wissen, wenn du es weißt.
Und bis dahin? Lass den Druck los. Und vertrau darauf, dass der Weg sich zeigt.
Ja, ich weiß …
Was, wenn du trotzdem entscheiden musst? (Anmerkung der Redaktion: Und damit meine ich nicht die Geschichte, die du dir selbst über die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Entscheidung erzählst.)
Na klar, können äußere Umstände manchmal erfordern, dass wir Entscheidungen treffen, auch wenn wir sie nicht “fühlen”.
In diesen Momenten frage ich meinen Kunden: „Kopf oder Zahl?” und wir werfen eine Münze. Ja, wirklich – eine Münze entscheidet. Denn wenn du es wirklich nicht weißt, ist jede Entscheidung genauso gut wie die andere.
Klingt verrückt? Vielleicht. Sorgt aber für Bewegung und macht den Kopf wieder frei.
Ein cooler Nebeneffekt – wenn mein Kunde es „eigentlich tief drinnen doch schon weiß, dann spürt er, was stimmt, wenn ich meine Hand von der Münze nehme.
Viel Spaß beim künftigen „Nicht-Entscheiden“
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Lust auf mehr …
Ich freue mich, wenn Du #COMPARINGNOTES - regelmäßiger lesen magst!
Da ist jemand, der das lesen sollte? Na dann …
Bis bald wieder :)
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